iDocView: Server-side Request Forgery über fest hinterlegten Standard-Token
Zusammenfassung
iDocView enthält eine Server-side Request Forgery (SSRF)-Schwachstelle im Endpunkt /doc/upload. Ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer kann die Authentifizierung mit dem fest hinterlegten Standard-Token 'testtoken' umgehen und den Server veranlassen, beliebige URLs abzurufen, einschliesslich file://-URIs. Dadurch lassen sich lokale Konfigurationsdateien des Betriebssystems und der Anwendung auslesen sowie interne Netzwerkhosts und Dienste erreichen, die sonst nicht zugänglich sind.
Betroffen
- iDocView, alle Versionen gemäss CNA-Eintrag (Versionsbereich nicht angegeben)
- Eine Drittquelle nennt v3.0.1 und früher als betroffen; nicht beim Hersteller oder bei VulnCheck verifiziert
Behoben in
Unbekannt. Es wurde keine Sicherheitsmitteilung des Herstellers und keine bestätigte korrigierte Version gefunden.
Umgehung
- Zugriff auf den Dienst einschränken (nur VPN oder Allowlist); nicht direkt aus dem Internet erreichbar machen
- URL-Schemata per Allowlist auf http und https beschränken; file://, ftp:// und gopher:// blockieren
- Ausgehenden Verkehr des Anwendungsservers mit Firewall-Regeln auf bekannte interne Dienste beschränken
- Standard-Token ändern oder deaktivieren, sofern das Produkt dies unterstützt; zuerst mit dem Hersteller abklären
Ausnutzung
- Widersprüchliche Angaben: Einige Quellen melden Ausnutzung (u. a. ein KEV-artiger Eintrag und eine Beobachtung durch Shadowserver vom 26.03.2024), andere markieren die Schwachstelle nicht als bekannt ausgenutzt
- Öffentliche Proof-of-Concept-Beschreibungen und ein Nuclei-Erkennungstemplate existieren
- VulDB gibt an, dass kein Exploit verfügbar ist
- CISA SSVC: Exploitation 'poc', automatisierbar: ja, technische Auswirkung: partiell
Unsere Empfehlung
- Alle iDocView-Instanzen im Kundeninventar erfassen und prüfen, ob welche aus dem Internet erreichbar sind
- Direkte Internetexposition sofort entfernen und den Zugriff auf vertrauenswürdige Netze beschränken
- Bis zu einer bestätigten Herstellerkorrektur die URL-Schema-Allowlist und die ausgehenden Firewall-Regeln anwenden
- Den Hersteller nach einer Sicherheitsmitteilung und einer korrigierten Version fragen und sofort patchen, sobald eine verfügbar ist
- Web- und Server-Logs auf Anfragen an /doc/upload mit dem token-Parameter sowie auf ungewöhnliche ausgehende Verbindungen des Servers überwachen
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- VulnCheck advisory www.vulncheck.com
- Nuclei template idocview-lfi.yaml github.com
- OpenCVE CVE-2023-54402 app.opencve.io
- VulDB CVE-2023-54402 vuldb.com
- VulDB 412386 vuldb.com
- Redpacket Security alert www.redpacketsecurity.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 06:32.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
