Alle neu veröffentlichten Sicherheitslücken (CVE), laufend aus der NVD, mit aktiv ausgenutzten Lücken der CISA, der Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS) und öffentlichen Exploits – jede einzeln recherchiert: Was ist betroffen, was hilft, was ist zu tun.
IBM Langflow OSS 1.0.0 bis 1.12.8, ein Open-Source-Werkzeug zum Erstellen von KI-Agenten und Workflows, enthält eine Schwachstelle durch unzureichende Authentifizierung (CWE-287). Gemäss IBM kann ein entfernter Angreifer ohne Zugangsdaten Sicherheitsbeschränkungen umgehen. IBM fasst diese Schwachstelle mit weiteren Langflow-Schwachstellen zusammen, darunter Remote Code Execution, und es wird ein öffentliches Metasploit-Modul gemeldet.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94). Ein entfernter Angreifer kann Python-Komponentencode auslösen, der bereits in einem öffentlichen Workflow gespeichert ist. Der Code läuft danach im Laufzeitkontext des Flow-Besitzers innerhalb des Langflow-Serverprozesses und umgeht die Regel, dass öffentliche Ausführungspfade nur serverseitig vertrauenswürdige Komponenten ausführen dürfen. Die bereitgestellten CVE-Daten nennen einen CVSS-Wert von 9.8, während IBM den Fehler mit 6.5 und einem anderen Vektor bewertet; zudem ist die Authentifizierungsanforderung nicht bestätigt, daher ist der endgültige Wert in der NVD zu prüfen.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94), die die Ausführung beliebiger Befehle auf dem Server erlaubt. Ein Angreifer benötigt ein gültiges Benutzerkonto auf der Langflow-Instanz, und laut dem IBM-Bulletin ist die Schwachstelle mit niedrigen Privilegien ausnutzbar. Eine erfolgreiche Ausnutzung würde dem Angreifer die Berechtigungen des Langflow-Prozesses verschaffen; der CVSS-Wert beträgt 8.8 (hoch).
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine fehlende Autorisierung (CWE-862). Ein authentifizierter Benutzer mit einem Konto mit niedrigen Berechtigungen kann die nur für Administratoren geltende Einschränkung bei eingebauten Komponenten zur Codeausführung umgehen. Durch die Konfiguration einer solchen Komponente mit manipulierten Eingaben kann der Angreifer beliebigen Code auf dem Server ausführen. Der CVSS-Basiswert beträgt 8.8 (hoch), mit hohen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Das Risiko ist dort am grössten, wo Langflow aus dem Internet erreichbar ist oder Konten geteilt oder selbst registriert werden.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.8 enthaelt eine Code-Injection-Schwachstelle im Agentic Assistant, der Komponentencode fuer Flows generiert und validiert. Ein entfernter Angreifer mit einem beliebigen Konto mit niedrigen Berechtigungen kann den Assistenten dazu bringen, Komponentencode mit nicht blockierten Mustern zu generieren oder einzureichen. Eine erfolgreiche Ausnutzung fuehrt zur beliebigen Ausfuehrung von Betriebssystembefehlen auf dem Server und gefaehrdet gespeicherte API-Schluessel, Daten und angebundene Systeme. Bisher wurden weder ein oeffentlicher Proof of Concept noch eine Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.8 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94) bei der Codegenerierung. Ein entfernter Angreifer kann dadurch beliebigen Code auf dem Server ausführen; IBM vergibt einen CVSS-3.1-Basiswert von 9.8. Der offizielle Eintrag nennt keine Authentifizierung als Voraussetzung, eine Sekundärquelle beschreibt den Zugriff jedoch ohne Anmeldung, weshalb alle Instanzen bis zur Prüfung als gefährdet gelten. VulDB stuft die Schwachstelle niedriger ein (7.3), und der CVE-Eintrag wurde erst kürzlich veröffentlicht.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94), mit der ein entfernter Angreifer mit einem gültigen Konto mit niedrigen Berechtigungen beliebigen Code auf dem Server ausführen kann. Es ist keine Benutzerinteraktion nötig. Der Code läuft im Langflow-Prozess, wodurch Workflow-Daten, Zugangsdaten und angebundene Model-, Datenbank- oder Tool-Dienste offengelegt werden können. Die Quellen nennen je nach Bewertung des Scope einen CVSS-Wert von 8.8 oder 9.9.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94) im Code-Pfad von eval/exec. Ein authentifizierter Angreifer mit niedrigen Berechtigungen kann Code einschleusen, der auf dem Server ausgeführt wird, was gemäss Bewertung hohe Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit hat. Es ist keine Benutzerinteraktion nötig, der Angreifer benötigt jedoch ein gültiges Konto auf der Langflow-Instanz.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine fehlende Autorisierung (CWE-862). Ein Angreifer mit einem gültigen Konto mit niedrigen Rechten kann aus der Ferne beliebigen Code auf dem Server ausführen. Der IBM-Eintrag nennt die betroffene Funktion nicht. Die Codeausführung würde mit den Rechten des Langflow-Prozesses erfolgen, der typischerweise LLM-API-Schlüssel und Flow-Daten enthält.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält eine OS-Command-Injection-Schwachstelle (CWE-78). Ein authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann Betriebssystembefehle einschleusen und beliebigen Code auf dem Server ausführen, mit vollen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Für die Ausnutzung ist ein gültiges Benutzerkonto auf der Langflow-Instanz erforderlich.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 enthält eine Schwachstelle durch unzureichende Neutralisierung von Sonderzeichen in Betriebssystembefehlen (CWE-94 gemäss NVD, die Beschreibung entspricht CWE-78). Gemäss dem CVE-Eintrag benötigt ein Angreifer keine Berechtigungen und keine Benutzerinteraktion, weshalb die Lücke über das Netzwerk erreichbar ist. Der CVSS-Basiswert beträgt 9.8 (kritisch), und die CVE wurde am 29. Oktober 2026 veröffentlicht.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 neutralisiert Sonderzeichen in einem OS-Befehl nicht korrekt. Ein entfernter Angreifer mit einem gültigen Konto mit niedrigen Rechten kann ohne Benutzerinteraktion beliebigen Code auf dem Server ausführen, wodurch gespeicherte Zugangsdaten wie API-Schlüssel offengelegt werden können. Langflow lauscht standardmässig auf localhost, weshalb das Risiko davon abhängt, wie die Software bereitgestellt wird und wer sie erreichen kann.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 deserialisiert nicht vertrauenswürdige Daten unsicher. Ein Angreifer mit einem gültigen Langflow-Konto kann aus der Ferne beliebigen Code auf dem Server ausführen, mit den Berechtigungen des Langflow-Dienstes. Der Hersteller bewertet die Lücke mit CVSS 8.8, und es ist keine Benutzerinteraktion erforderlich.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 deserialisiert nicht vertrauenswürdige Daten aus dem Message Broker. Ein entfernter Angreifer, der den Message Broker erreichen kann, kann beliebigen Code auf dem System ausführen. Der NVD-Eintrag bewertet die Lücke mit CVSS 9.8 (kritisch), andere Quellen bewerten sie jedoch tiefer, weshalb der Wert zu überprüfen ist. Eine Ausnutzung ist nicht bekannt.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 enthält eine Schwachstelle in der Zugriffskontrolle, die es einem entfernten Angreifer mit gültigem Benutzerkonto erlaubt, beliebige SQL-Befehle auszuführen. Bei erfolgreicher Ausnutzung könnte ein Angreifer Daten in der zugrunde liegenden Datenbank lesen, ändern oder löschen. NVD listet einen CVSS-Wert von 8.8, während IBM für diese CVE 8.5 mit Scope-Änderung angibt.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.3 enthält eine Code-Injection-Schwachstelle (CWE-94), die durch unzureichende Neutralisierung von Sonderelementen entsteht. Ein entfernter Angreifer mit einem gültigen Konto mit niedrigen Berechtigungen kann beliebigen Code auf dem Server ausführen, mit hohen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (CVSS 8.8). Die verwundbare Komponente und der Auslöser sind öffentlich nicht beschrieben.
IBM QRadar SIEM mit dem HTTP-Receiver-Protokoll kann durch einen entfernten Angreifer aufgrund unkontrollierter Ressourcennutzung (CWE-400) zum Nichtreagieren gebracht werden. Der Angreifer benötigt weder Authentifizierung noch Benutzerinteraktion und kann präparierten Netzwerkverkehr senden. Die Auswirkung beschränkt sich auf die Verfügbarkeit; IBM meldet keine Beeinträchtigung der Vertraulichkeit oder Integrität, ein Ausfall würde jedoch die Log-Erfassung stoppen und blinde Flecken im Monitoring erzeugen.
IBM App Connect Enterprise in den Versionen 13.0.1.0 bis 13.0.8.2 bindet sich an eine nicht eingeschränkte IP-Adresse. Ein entfernter Angreifer kann ohne Authentifizierung sensible Informationen, etwa Zugangsdaten, abrufen, gemäss IBMs CVSS-Basiswert von 9.8. Das Bulletin nennt nicht, welcher Listener oder Port betroffen ist und welche Standardkonfiguration involviert ist.
IBM DataStage on Cloud Pak for Data 5.4.0.0 enthält eine unzureichende Autorisierung. Ein nicht authentifizierter Angreifer aus dem Netzwerk kann beliebige Daten in den gemeinsamen Redis-Speicher unter dem Schlüssel jedes Mandanten schreiben. Dadurch kann die Verschlüsselungsgrenze für Zugangsdaten der Plattform umgangen und zwischengespeicherte Flow-Parameter aller Mandanten manipuliert werden.
IBM Planning Analytics 2.0 und 2.1 enthalten einen Stack-based Buffer Overflow, der auf einer unzureichenden Prüfung der Speichergrenzen beruht. Ein Angreifer, der den betroffenen Dienst über das Netzwerk erreichen kann, könnte den Puffer überlaufen lassen und beliebigen Code auf dem System ausführen. Der CVSS-Vektor weist auf eine geringe Angriffskomplexität und geringe Berechtigungen hin, ohne Benutzerinteraktion.
IBM Verify Identity Access 11.0.3.1 und IBM Security Verify Access 10.0.9.3 Appliance enthalten hart codierte Zugangsdaten (CWE-798). Ein Angreifer mit physischem oder benachbartem Zugriff kann diese nutzen, um erhöhte Rechte zu erlangen. Da diese Identity- und Access-Management-Appliances die Authentifizierung für angebundene Systeme steuern, könnte ein erfolgreicher Angriff Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit in der gesamten Umgebung beeinträchtigen. Für die Ausnutzung ist keine Benutzerinteraktion und nur eine geringe Komplexität nötig, die Angriffsvektor-Beschreibung ist in den Quellen jedoch uneinheitlich.
IBM · Verify Identity Access / Security Verify Access
IBM TRIRIGA Application Platform in den Versionen 5.0.0 bis 5.0.8 enthält eine unzureichende Authentifizierung (CWE-287, GWT Mock Authentication). Ein entfernter Angreifer mit einem gültigen Konto mit niedrigen Rechten kann Code auf dem Server ausführen, mit hohen Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Der von IBM vergebene CVSS-3.1-Basiswert beträgt 8.8.
IBM Langflow OSS in den Versionen 1.0.0 bis 1.12.4 enthält drei Nachrichten-Endpunkte, die keine Eigentümerprüfung durchführen. Jeder authentifizierte Benutzer kann Nachrichten anderer Benutzer massenhaft löschen, Nachrichteninhalte mit schädlichen Prompts überschreiben oder eine Konversationssitzung übernehmen, indem er deren Session-ID neu zuweist. Für die Ausnutzung genügt ein gültiges Langflow-Konto über das Netzwerk; der CVSS-Basiswert von 8.3 wird von IBM als CNA angegeben.
IBM Sterling Connect:Direct for UNIX in den Versionen 6.3.0.0 bis 6.3.0.7 und 6.4.0.0 bis 6.4.0.6 enthält eine Schwachstelle bei der Verwaltung von Berechtigungen (CWE-269). Ein lokaler Angreifer mit einem Konto mit niedrigen Rechten kann erhöhte Rechte erlangen. Es ist keine Benutzerinteraktion nötig, der lokale Zugriff schon, daher besteht das Risiko vor allem nach einer anderen Kompromittierung oder durch einen böswilligen Insider.