IBM WebSphere Application Server Liberty: Authentifizierungsumgehung bei samlWeb-2.0
Zusammenfassung
IBM WebSphere Application Server Liberty in den Versionen 17.0.0.3 bis 26.0.0.10 ist betroffen, wenn das Feature samlWeb-2.0 (SAML Web SSO) aktiviert ist. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann über das Netzwerk ohne Benutzerinteraktion die Authentifizierung umgehen und potenziell auf geschützte Funktionen zugreifen. IBM ordnet die Schwachstelle der CWE-384 Session Fixation zu, während die Beschreibung von einer Authentifizierungsumgehung spricht. Server ohne samlWeb-2.0 sind nicht betroffen.
Betroffen
- IBM WebSphere Application Server Liberty 17.0.0.3 bis 26.0.0.10
- Nur mit aktiviertem Feature samlWeb-2.0
- Einzelne betroffene Builds sind vom Hersteller nicht bestätigt
Behoben in
- Interim Fix für APAR DT502359 (zuerst das dafür erforderliche minimale Fix-Pack-Level installieren)
- Liberty Fix Pack 26.0.0.11 oder neuer (geplante Verfügbarkeit 4. Quartal 2026, Veröffentlichung nicht bestätigt)
Umgehung
- IBM nennt im Security Bulletin keinen Workaround.
- Deaktivierung von samlWeb-2.0, sofern nicht benötigt (eigene Empfehlung, nicht von IBM).
- Einschränkung des Netzwerkzugriffs auf die HTTP(S)-Endpunkte von Liberty, insbesondere auf die SAML-Login- und Callback-Pfade.
Ausnutzung
- In den geprüften Quellen ist keine Ausnutzung bekannt. CISA-SSVC-Bewertung: Exploitation none, Automatable yes, Technical Impact total.
- Ein Drittanbieter-Tracker meldet, dass die Schwachstelle nicht im CISA-KEV-Katalog geführt wird; der KEV-Katalog sollte direkt geprüft werden.
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden.
Unsere Empfehlung
- Prüfen, ob Liberty im Einsatz ist, auch als Bestandteil von Herstellerprodukten, und ob samlWeb-2.0 aktiviert ist.
- Interim Fix für APAR DT502359 installieren bzw. Fix Pack 26.0.0.11 oder neuer, sobald verfügbar.
- Falls SAML Web SSO nicht benötigt wird, samlWeb-2.0 deaktivieren, nachdem sichergestellt wurde, dass der Anmeldeablauf nicht beeinträchtigt wird.
- Zugriff auf die SAML-Login- und Callback-Endpunkte auf benötigte Benutzer und Identity Provider beschränken.
- Protokolle auf unerwartete SAML-Anmeldungen prüfen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- IBM Security Bulletin: CVE-2026-93909 www.ibm.com
- CVE-2026-93909 (NVD/CVE data mirror) cve.threatint.com
- CVE-2026-93909 (third-party tracker) www.strix.ai
- Critical IBM WebSphere Liberty vulnerabilities patched (SecurityOnline) securityonline.info
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 06:38.
Referenzen der NVD (1)
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
