ZITADEL: Host-Header-Injection in Login V2 ermöglicht Kontoübernahme
Zusammenfassung
ZITADEL-Versionen 4.0.0 bis 4.19.4 akzeptieren in der Login-V2-Benutzeroberfläche unvertrauenswürdige Public-Host-Header. Ein nicht authentifizierter Angreifer, der den Login-Namen eines Opfers kennt, kann erreichen, dass echte E-Mails zum Zurücksetzen des Passworts, zu Einladungen und zur E-Mail-Verifizierung Links auf seinen eigenen Host enthalten. Öffnet das Opfer den Link oder ruft ihn ein automatischer Mail-Scanner ab, erbeutet der Angreifer den Einmalcode und kann das Konto übernehmen, einschliesslich Instanz-Administratoren. Es ist eine Benutzerinteraktion nötig, und die Standardkonfiguration mit Login V2 ist betroffen.
Betroffen
- ZITADEL 4.0.0 bis 4.19.4 (einschliesslich RC-Versionen)
- Installationen mit der gehosteten Login-V2-Benutzeroberfläche; reine Installationen mit Login V1 sind nicht betroffen
Behoben in
- ZITADEL 4.19.5 und neuer
Umgehung
- Auf nicht gepatchten Versionen gibt es keine Konfiguration, die die Lücke vollständig schliesst.
- Teilweise Abhilfe: Einen vorgelagerten Proxy so konfigurieren, dass die Header x-zitadel-public-host, x-zitadel-forward-host und x-forwarded-host bei allen eingehenden Anfragen entfernt oder überschrieben werden.
Ausnutzung
- Eine Ausnutzung in freier Wildbahn ist nicht bestätigt.
- Ein öffentlicher PoC-Verweis ist in einer CVE-Übersicht aufgeführt; er wurde nicht verifiziert.
- Den Exploit als öffentlich verfügbar betrachten, bis das Gegenteil verifiziert ist.
Unsere Empfehlung
- ZITADEL auf 4.19.5 oder neuer aktualisieren und dabei sowohl das Haupt-Container-Image als auch das Container-Image zitadel-login aktualisieren.
- Die Einstellung ZITADEL_SESSION_COOKIE_SECRET vor oder während des Updates setzen, da die E-Mail- und Einladungsverifizierung in Login V2 davon abhängt.
- Bis zum Update die betroffenen Host-Header am Reverse Proxy entfernen oder überschreiben.
- Prüfen, ob eine Instanz von ZITADEL 4.0.x bis 4.19.4 aus dem Internet erreichbar ist, und diese priorisieren.
- Passwort-Zurücksetzungen, Einladungen und Administrator-Anmeldungen auf unerwartete Aktivitäten prüfen; bei Verdacht auf eine Kompromittierung Administrator-Zugangsdaten rotieren.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- GitHub Security Advisory GHSA-mchc-246r-6m76 github.com
- VulnCheck advisory: ZITADEL Login V2 host header injection www.vulncheck.com
- ZITADEL releases github.com
- VulDB entry 428638 vuldb.com
- EUVD-2026-113194 vulners.com
- RedPacket Security CVE alert www.redpacketsecurity.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 01.11.2026 06:46.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
