Google Chrome: Use-after-free in PDF-Komponente erlaubt Codeausführung in Sandbox
Zusammenfassung
Google Chrome auf dem Desktop enthält einen Use-after-free-Fehler in der PDF-Komponente (CWE-416). Ein entfernter Angreifer kann über eine präparierte HTML-Seite beliebigen Code innerhalb der Browser-Sandbox ausführen. Der Angriff erfordert, dass ein Benutzer die manipulierte Seite öffnet (UI:R), und keine Berechtigungen. Eine vollständige Kompromittierung würde normalerweise zusätzlich ein Sandbox-Escape erfordern, das im CVE-Eintrag nicht beschrieben ist.
Betroffen
- Google Chrome Desktop-Versionen vor 156.0.8078.47, gemäss CVE-Beschreibung
- Downstream: Microsoft Edge (HKCERT-Meldung nennt Edge 156.0.4314.42 oder neuer als behoben)
- Downstream: Chromium-Pakete und Snaps unter Linux (Debian- und Ubuntu-Meldungen vorhanden; Ubuntu listet das Paket chromium-browser als nicht betroffen, da es den Chromium-Snap einbindet)
Behoben in
- Google Chrome 156.0.8078.47 (gemäss CVE-Beschreibung; Windows und macOS können 156.0.8078.48 erhalten)
- Spätere stabile Versionen sind verfügbar; die neueste stabile Version bereitstellen
- Microsoft Edge 156.0.4314.42 oder neuer (gemäss HKCERT)
Umgehung
- Unbekannt. Es wurde kein vom Hersteller dokumentierter Workaround gefunden.
- Für verwaltete Geräte, bei denen Updates verzögert werden, können Chrome-Enterprise-Richtlinien den integrierten PDF-Viewer einschränken. Name und Wirkung der Richtlinie vor dem Rollout in der Dokumentation von Google prüfen.
Ausnutzung
- CISA-SSVC-Bewertung: Exploitation none, Automatable no, Technical Impact total
- Keine Berichte über Ausnutzung in freier Wildbahn gefunden
- Kein öffentlicher Proof of Concept gefunden
- Laut einer Drittquelle nicht im CISA KEV aufgeführt; auf cisa.gov prüfen
Unsere Empfehlung
- Google Chrome auf 156.0.8078.47 oder neuer aktualisieren, unter Windows, macOS und Linux, idealerweise auf die neueste stabile Version.
- Microsoft Edge (156.0.4314.42 oder neuer) und andere Chromium-basierte Browser prüfen.
- Chromium-Pakete und Snaps unter Linux anhand der Debian- und Ubuntu-Meldungen prüfen.
- Browser-Neustarts nach Updates durchsetzen, da ausstehende Updates die Schwachstelle offen lassen.
- Den Update-Status aller verwalteten Endgeräte bestätigen.
Öffentliche Exploits
In PoC-in-GitHub, Metasploit und Exploit-DB ist für diese CVE nichts verzeichnet.
Quellen der Recherche
- Chrome Releases: Stable Channel Update for Desktop (20 October 2026) chromereleases.googleblog.com
- Chromium issue tracker entry for CVE-2026-113251 issues.chromium.org
- Ubuntu CVE tracker: CVE-2026-113251 ubuntu.com
- Vulners CVE list entry: CVE-2026-113251 vulners.com
- HKCERT security bulletin: Microsoft Edge multiple vulnerabilities www.hkcert.org
- VulDB entry 424509 vuldb.com
Recherchiert und auf Deutsch und Englisch aufbereitet von einer KI (Claude von Anthropic) auf Basis von NVD, CISA, EPSS und den genannten Quellen. Massgebend sind die Angaben des Herstellers. Recherche vom 31.10.2026 12:41.
Quellen
Der Tracker verbindet offizielle, frei nutzbare Datenquellen – laufend aktualisiert:
- NVD (NIST) – CVE, Bewertung (CVSS), betroffene Produkte
- CISA KEV – von der CISA bestätigt aktiv ausgenutzte Lücken
- CISA Vulnrichment – Einschätzung der CISA (SSVC) im offiziellen CVE-Eintrag
- FIRST EPSS – Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung
- Microsoft MSRC – Patch Tuesday: Lücken, Schweregrad, Updates
- PoC-in-GitHub – öffentliche Proof-of-Concept-Repositories
- Metasploit (Rapid7) – Module des Metasploit Framework
- Exploit-DB (OffSec) – Archiv öffentlicher Exploits (nur Verweise)
- Patch-Tage: offizielle Seiten der Hersteller (je Hersteller verlinkt) (Patch-Tage der Hersteller)
Dieses Angebot nutzt Daten der NVD-API, ist aber von der NVD weder unterstützt noch zertifiziert. EPSS-Daten © FIRST.org.
Betroffen? Wir helfen.
Wir prüfen, ob Ihre Systeme betroffen sind, spielen Updates ein und schliessen die Lücke – auf Wunsch auch laufend mit dem System Health Checker.
